Testbericht: Mein HP Pavilion TX2050eg

August 2, 2008

Eigentlich hab ich diesen Testbericht schon ewig fertig. Ich wollte nur warten, bis ich eine gute Kamera in die Hand bekomme um hier ein paar Bilder rein garnieren zu können. Aber nun ja… ich wird sie wohl nachliefern.

1.       Zu Beginn

Warum der Pavilion tx2000? Ganz einfach:  Er ist beinahe der einzige Tablet PC auf der Welt, welcher für Normalsterbliche (sprich Privatanwender) konzipiert ist. D.h. er kommt mit einer „Home“-Variante von Vista + hübschen Design und netten Dreingaben wie z.B. der Fernbedienung. Ein wirklich extrem wichtiger Punkt ist, dass es sich um ein 12″-Notebook mit optischen Laufwerk handelt. Das ist insbesondere bei Tablet-PCs sehr selten.

Das einzig Nachteilige daran: Das Modell hat kaum Konkurrenz. Wenn man als Privatperson einen leistungsstarken und relativ preisgünstigen Tablet-PC will, gibt’s fast nur den tx2000.

2.       Ausstattung im Detail

-          AMD Turion 64 X2 TL-64 Prozessor mit 2,2GHz, 1MB L2 Cache, 65nm Taylor-Kern, 800MHz HT-Takt

-          2x 1024MB DDR2-667 RAM

-          250GB HDD von WD

-          GeForce 6150 Go (im nForce 430 Chipsatz integriert)

-          DVD DL/RAM-Brenner von BenQ/Phillips

-          berührungsempfindlicher 12,1″ Breitbild-Bildschirm (nicht entspiegelt, 1280×800)

-          Wacom Digitizer (präziser als der Touchscreen / reagiert nur auf den Stift)

-          Webcam und Array-Mikro

-          4-Zellen Akku + 8-Zellen Akku

Das ganze wiegt je nach Akku 2 Kg oder weniger.

3.       Kaufen

Ich hab einfach die Preissuchmaschine geizhals.at bemüht und hab bei dem Versandhändler bestellt, bei dem das Gerät zuerst verfügbar war. Am Ende hat es mich dann ca. 960€ gekostet.

4.       Design

Ich kaufe Dinge nicht anhand des Designs. Das ist eher zweitrangig. So lang es nicht stachlig ist, pink glitzert oder im Dunklen leuchtet, hindert mich das Aussehen nicht am Kauf.

Das HP Pavilion tx2000 ist aber nach meinem Geschmack recht gut gelungen. Es hat einen schwarzen, hochglänzenden Deckel, auf dem an der Seite das silbrig glänzende HP-Logo angebracht ist. Unter der durchsichtigen, kratzfesten Schutzbeschichtung ist die schwarze Plastik mit unzähligen silbrigen Pünktchen übersät, die ein dezentes, „Echo“ gennantes Muster erzeugen. Das sieht man aber kaum und ist auch nicht so mein Geschmack. Aber was soll. Dadurch wirkt es halt nicht so langweilig. Dieses Muster setzt sich auch innen neben dem Touchpad fort. Die Tastatur sowie die gesamte Plastik, die die Tastatur umgibt ist silbern und ebenfalls mit der „Imprint Finisch“ genannten Schutzschicht beschichtet. Das Touchpad  liegt in einer kleinen Mulde und bildet mit dem Gehäuse eine Einheit. Es unterscheidet sich vom umliegenden Gehäuse nur durch eine Art Perforation wodurch es sich gut erfühlen lässt. Der Balken zum scrollen hat ein etwas abgegrenztes Relief und lässt sich somit auch gut ertasten. Sehr praktisch!

Ansonsten gibt es eigentlich nix zu erwähnen. Es ist halt ein schwarzes Hochglanzgehäuse, welches dummerweise Fingerabdrücke liebt. Aber da HP das weiß, gibt‘s ein Mikrofasertuch dazu. Das fällt nicht vielen Herstellern ein.

5.       Gehäuse und Tastatur

Die Tasten der Tastatur haben eine normale Größe. Nur bei Tasten, die an den äußeren Rändern liegen und die F-Tasten mussten etwas dran glauben. Aber so lang die normalen Buschstaben ordentlich tippbar sind, gibt’s nix zu nörgeln… ist halt ein Sub-Notebook. Der Druckpunkt der Tasten ist gut. Mir erscheinen sie für ein Notebook nur etwas laut.

Das Touchpad kann mit einem extra Knopf direkt über Selbigem deaktiviert werden. Praktisch ist, dass alle Knöpfe, die etwas aktivieren bzw. deaktivieren auch gleich eine kleine benachbarte oder eingebaute LED haben, die anzeigen, ob die Funktion an oder aus ist, indem sie blau bzw. orange leuchtet. Das trifft nicht nur auf das Touchpad sondern auf den W-LAN-Schalter und den Ton-aus-Knopf zu.

Funktionstasten am Gehäuse sind eigentlich nur der W-LAN-Schieber und die Lautstärke-Knöpfe. Alles andere ist am Displayrahmen angebracht, damit man es auch im Tablet-Modus bedienen kann. Dieser Gedankengang der Entwickler ist zwar ganz logisch und plausibel nur leider kann man die Mediensteuertasten sehr schlecht erreichen, da sie seitlich am Displayrahmen angebracht sind. Das ist eher schlecht gelöst. Praktisch hingegen ist, dass man Am Displayrahmen Knöpfe zum drehen der Bildschirmausrichtung angebracht hat. Auch der Knopf, der das Windows-Mobilitäts-Center öffnet wird von mir oft gedrückt. Blöd ist, dass man die beiden anderen Tasten, welche HPs MediaCenter-Ersatz „QuickPlay“ starten, nicht umprogrammieren kann. Auch ignoriert der Knopf zum drehen des Bildschirminhalts die Einstellungen in der Systemsteuerung.

Ein ganz großes Lob hat der Mechanismus zum Schließen des Deckels verdient. Es gibt absolut keine Haken, die abbrechen können. Die beiden Haken sind im Gehäuse versteckt und werden magnetisch aus der Versenkung gehoben, sobald sich der Deckel nähert. Entriegelt wird der Deckel, mit einem Knopf. Also nicht zwei Schieber oder so einem Fummelspaß. Jedoch heißt das nicht, dass man das Notebook einhändig öffnen kann. Die Unterseite ist so leicht, dass sie sich beim öffnen des Deckels nicht von diesem lösen will. Also muss man die Unterseite mit der zweiten Hand festhalten und das Gerät sozusagen „aufreißen“.

Der Anschaltknopf ist als Schieber an der Front des Gerätes realisiert, damit er 1. nicht ausversehen gedrückt wird und 2. auch dann bedient werden kann, wen man den Deckel mit dem Display nach oben geschlossen hat.

An der Unterseite kommt man an alle Komponenten indem an die mit kleinen selbsterklärenden Symbolen versehenen Klappen löst. Der Austausch von HDD, RAM und W-LAN Karte ist somit schnell machbar. Der DVD-Brenner kann man ähnlich wie den Akku mit einem kleinen Schieber auswerfen und durch eine beiliegende Plastik-Attrappe ersetzen. Das spart Gewicht und Strom. Sehr schön. Dickes Plus. Zwar dürfte dieser Steckplatz standardisiert sein, jedoch bezweifle ich, dass HP etwa eine zweite Festplatte oder einen zweite Akku dafür anbietet. So etwas Spezielles bleibt sicher der Produktpalette für Geschäftskunden vorbehalten.

Ein Minus gibt es leider für die Akku-Verriegelung. Da zwei Akkus beigelegt sind (was ja an sich wunderbar ist), tauscht man diese häufig aus. Jedoch bräuchte man theoretisch drei Hände für diesen Vorgang. Zwei für jeden der beiden Rigel und eine um den Akku abzuziehen. Dazu kommt, dass der größere Akku wie eine Art Griff geformt ist, damit man mit dem herausstehenden Knubbel auch was sinnvolles machen kann, jedoch ist die Befestigung scheinbar etwas zu schwach und er Akku hat Spiel. Das sollte nicht sein. Das verunsichert immer etwas, wenn man das Gerät am Akku fest hält und das im Endeffekt etwas wackelig ist.

Ansonsten ist das Gehäuse sehr gut verarbeitet. Es gibt keine Stellen, die auf Druck nachgeben. Nur ein kleines Knarzen gibt die Gehäuse-Oberseite, neben dem (nahezu perfekten) Gelenk des Bildschirms, von sich.

Der Stift für das Display hat einen kleinen Schacht vorn rechts und ist somit immer dabei.

6.       Anschlüsse

Rechts:

-          Schacht für den Stylus

-          1 x USB

-          Portreplikator für eine HP-Dockinglösung

-          VGA

-          S-Video

-          Lüftergitter

Hinten:

-          2 x USB

-          Modem

-          Lüftergitter

Links:

-          Netzanschluss

-          ExpressCard 34

-          Kartenleser für SD/MMC , Memory Stick(Pro), xD-Karten

-          Schacht für das optische Laufwerk

Front:

-          Netzschalter

-          IR-Empfang für die Fernbedienung

-          2 Kopfhörer Anschlüsse (einer davon auch SPDIF)

-          1 Mikro-Eingang

-          W-LAN Schalter

Zu beachten sind die zwei Audio-Ausgänge. Das kann im Flugzeug oder in der Bahn ganz praktisch sein, wenn der Sitznachbar mithören möchte.

7.       Display

Das ist, um genau zu sein, ziemlich schlecht. Es ist mit einem leichten Grauschleier überzogen, obwohl es nicht entspiegelt ist. D.h. es glänzt und bietet trotzdem nicht so pralle Farben. Zumindest stimmt die Auflösung. Diese ist mit 1280×800 zwar nur Standard, reicht aber für die 12″ Diagonale sehr gut aus. Die maximale Helligkeit ist… na ja ich denke mal Standard. Im Freien werd ich damit sicher keinen Spaß haben. Vllt im Schatten gerade noch so.

Trotzdem gibt es positives am Bildschirm: die Oberfläche muss wesentlich stabiler sein, als diese empfindlichen Standardpanels, da natürlich vorgesehen ist, dauernd mit der mehr oder weniger harten Plastikspitze des Stiftes drauf rum zu drücken. Ich finde alle TFT-Bildschirme sollten so sein. Durch diese Unempfindlichkeit lässt sich die Oberfläche wesentlich besser reinigen.

8.       Das erste Anschalten (das vorinstallierte System)

Mit dem Notebook kommt Windows Vista Home Premium. Im Gegensatz zu dem gesamten Rest der Menschheit habe ich damit keinerlei Probleme. Allerdings bekommen die Leute, die bei HP für OEM-Installation verantwortlich sind, mit mir Probleme, wenn diese mir irgendwann über den Weg laufen. Es ist nämlich nicht so, dass man das Ding einschaltet, seinen Benutzernamen eingibt, den Lizenzvertrag abknickt und es dann loslegen kann. Nein. Es beginnt eine langwierige automatisierte Installation der mitgelieferten Software. Das Wort „vorinstalliert“ verliert seine Bedeutung. Dazu kommt, dass unter der sich installierenden Software „Symantec Internet Security“ befindet. Zum Glück ist das das einzige, was unter die Kategorie Bloatware fällt. Es ist für mich aber Grund genug, das System neu zu installieren. Ich saug mir also gleich ein deutsches DVD-Image mit integriertem SP1 und mache es drauf. Das einzige was noch benötigt wird, ist Chipsatz und Grafiktreiber von nVidia sowie W-LAN-Treiber. Alles andere ist schon mit dabei oder kommt über Windows Update.

Ich kürze die ganze Sache mal ab:

-          Es ist kein einziger optischer Datenträger mitgeliefert. (Das wird sogar noch als ganz toll umworben)

-          Die DVDs die man selbst brennt sind nutzlos ohne den Gegenpart auf der HDD, welcher ca. 15 GB verschwendet

-          Eine Installations-DVD für Windows Vista muss man sich auch selbst besorgen.

Diese Politik ist unter aller Sau. Hier wird an der falschen Stelle gespart. Ich hab sicher 2 Wochen gebraucht, um mit explizit angeforderten Wiederherstellungsmedien die wichtigsten Installationsdaten abzugreifen und das System nach meinen Wünschen neu aufsetzen zu können.

Klares Minus.

9.       Wärme und Lautstärke

Hier besteht ein weiteres Problem des Notebooks. HP hat hier einen der „größten“ Turion-Prozessoren in eines der kleinsten Formfaktoren gepackt. Das das warm und laut werden kann, ist vorprogrammiert. So lang man den Prozessor mit dem „Energiesparmodus“ auf 800MHz beschränkt, ist es ruhig und erträglich. Wird der Rechner stark gefordert, ist er kein Laptop mehr. Den auf den „Laps“ wird’s dann ungemütlich. Zumal die Lautstärke stark ansteigt. Aber wie gesagt: Es ist bei Büro- und Internetaktivitäten doch noch recht angenehm. Lüftersteuerungsprogramme haben keinen Zugriff auf den Lüfter. Im BIOS kann man am ständig laufenden Lüfter auch nix ändern.

10.   Akkulaufzeit

Hier kann ich bis jetzt nur auf mein Gefühl zurückgreifen. Der kleinere 4 Zellen Akku hält im Idealfall 1,5 Stunden. Der doppelt so große 8 Zellen Akku, welcher auch aus dem Gehäuse guckt, bringt’s dementsprechend doppelt so lang. Also kommt man auf gut 5 Stunden, wenn man beide Akkus nutzt.

Zwar guckt der große Akku aus dem Gehäuse raus aber er ist recht ergonomisch geformt, so dass er entweder das Gerät im normalen Modus hinten etwas anhebt, was eigentlich sehr angenehm ist, oder man das Tablet im horizontalen Modus recht gut daran greifen kann.

Bis ich die entsprechende Einstellung im BIOS gefunden habe, hab ich mich gewundert, warum der Prozessortakt im Akkumodus immer auf 800MHz begrenzt wird. Egal welchen „Energiesparplan“ man in Windows einschaltet.

9. Leistung

Der Prozessor ist mit 2,2 GHz so stark, dass es von der AMD-Marketingabteilung den „Gold-Status“ bekommen hat. Das reicht immerhin, um einen aktuellen Core 2 Duo mit ca. 1,8 GHz zu übertreffen. Die 2GHz+ Modelle von Intel holen ihn dann jedoch recht bald wieder ein und sind beim Stromsparen (besonders im Leerlauf) besser. Aber wir wissen ja alle: AMD ist das nicht sooo gut in dieser Hinsicht. Die Architektur hat schließlich schon ein paar Jahre auf dem Silizium-Buckel.

Wie dem auch sei. Die Leistung ist mehr als ausreichend für Multimedia-Kram wie Video, Bild und das durchanimierte Web 2.0. Spiele begrenzt natürlich der beinahe 3 Jahre alte, integrierte Grafikprozessor. Ich hätte mir die wesentlich neuere X1270 von AMD samt M690 Chipsatz gewünscht. Die wäre zumindest ein bisschen leistungsfähiger. Aber die nVidia GeForce 6150Go tut‘s auch, wenn es um Aero Glass und simple Spiele geht. Neue Spiele funktionieren auch im detailärmsten Modus und in VGA-Auflösung nicht. Ist bei einem so kleinen Gerät aber auch verständlich. Der Arbeitsspeicher ist mit 2 GB (minus 64 bis 128 MB für die Grafikkarte) für die  oben genannten Tätigkeiten und den Speicherbedarf von Windows gut bemessen. Wer mehr will, muss die beiden jeweils 1GB großen Module austauschen. 4 GB sind das Maximum, wobei da natürlich die 32bit-Grenze anfängt ihr Unwesen zu treiben. Der verbaute DDR2-667-Standard ist auch das Schnellste, was der im Prozessor integrierte Speichercontroller kann. DDR2-800-Module werden gedrosselt.

Die WD-Festplatte ist für diese Klasse recht flott, wenn man HDTune glauben darf. Wem die 250GB nicht reichen, kommt einfach an die Platte ran, um sie auszutauschen.

11.   Tx2140eg Der große Bruder

Ein Monat (oder so) nachdem mein Modell verfügbar wurde, hat HP dein besser ausgestattetes Modell nachgeschoben. Das hat den gleichen Prozessor, aber 3 GB Ram, einen im Display integrierten Fingerabdruckleser sowie integriertes Bluetooth.

Ob der verbaute Fingerabdruckleser was taugt, weiß ich nicht. Ich hab bis jetzt nur einmal etwas gelesen. Und das war negativ. Meine Hand leg ich dafür nicht ins Feuer. Die 3 GB haben den Nachteil einer halbierten Speicherschnittstelle, weil nicht mehr synchron bestückt. Das einzige, worum ich dieses Gerät beneide, ist das integrierte Bluetooth. Das musste ich per USB-Nano-Adapter nachrüsten. Ich hab bis jetzt nicht rausgefunden, wie ich die interne Variante nachrüsten kann. Entweder integriert das HP auf der W-LAN-Karte oder über ein gesondertes kleines Modul.

Das kleine gibt’s für 800€. Das große für 100€ mehr.

12.   Extras

Im PC drin ist auch eine Webcam. Die hat zwar „nur“ VGA-Auflösung, aber den Vorteil von sehr hoher Lichtempfindlichkeit. Das finde ich wesentlich wichtiger, da man somit nicht beim Verwenden der Kamera eine Fotos-Studio ähnliche Ausleuchtung haben muss, um ein ordentliches Bild zu bekommen. Die Webcam ist also gut.

Schlecht sind hingegen die beiden Mikrophone. Durch die doppelte Existenz des Mikrophons, sollte eigentlich die Qualität gesteigert werden. Die ist aber sehr schlecht. Man kann den Pegel per Software manuell nach oben drehen, damit etwas ankommt und wenn dann etwas ankommt, übersteuert es sehr schnell. Dazu kommt, dass diese Einstellung doppelt vorhanden ist: Einmal in der Windows Systemsteuerung und einmal im Realtek-Einstellungsdialog. Das Mikrophon ist ein Minus. Entweder keins oder ein richtiges.

Die Fernbedienung steckt im ExpressCard-Slot und wird mit einer Knopfzelle betrieben, welche sich großzügiger weise auch im Lieferumfang befindet ;) Diese Fernbedienung bietet nicht nur die wichtigsten Knöpfe zum bedienen der Lautstärke, der Medienwiederhergabe und zur Steuerung des Windows Media Centers. Aber auch HPs knöpfe für ihr überflüssiges Quickplay sind drauf. Die Fernbedienung ist nicht sehr ergonomisch, da sie ja in diesen kleinen Schacht passen muss. Praktisch ist sie aber allemal.

So. Wenn ihr irgendwas wissen wollt oder ich was wichtiges Vergessen hab, fragt einfach.


Wieder Firefox: Was RC1 ändert.

Mai 17, 2008

Ich hatte in einem der letzten Beiträge ein wenig über den Firefox im neuen Gewand geschrieben. Seit gestern gibt es wieder eine aktuellere Vorabversion. Den/ die /das (wie auch immer) Release Candidate 1. Wahrscheinlich der letzte oder vorletzte Schritt vor der finalen Ausgabe des Browsers in Version 3.

Da ich weder Webseiten programmiere oder Erweiterungen bastle, kann ich nur was zum benutzen der Oberfläche sagen. Die ist, wie ich finde, wieder ein Stück… geworden. (Jetzt fällt mir das deutsche Wort nicht ein. Peinlich. Im englischen würde ich „streamlined“ sagen. Aber Denglisch versuch ich immer mit aller Macht zu bekämpfen) Sagen wir… geglättet, auch wenn jetzt nicht so toll klingt. Nun ja… Die Oberfläche ist also geglätteter… mehr geglättet. *Stirnrunzel* Egal. Jedenfalls wird das durch das Weglassen der Trennlinie zwischen Lesezeichenleiste und Navigationsleiste erreicht. Ich hätte zwar nicht gedacht, dass man mit einer solch kleinen Veränderung so sehr das Aussehen beeinflusst, aber es ist mir gleich ins Auge gesprungen. Nicht zuletzt dadurch wirken die Schaltflächen der Schlüssellochnavigation (Vor, Zurück) plastischer.

Unter Vista hat der Lesezeichenmanager (welcher im FF3 „Bibliothek“ heißt) jetzt die schwarze Symbolleiste, wie sie im WMP11 verwendet wird, bekommen. Unter XP freilich nicht. Wäre ja etwas deplatziert. Unter XP ist sehr hübsch, dass dar Knopf neben der Adresszeile, welcher des Favicon anzeigt, einen bläulichen Glimmeffekt bekommen hat. Hätte unter Vista eigentlich auch bzw. besser gepasst… schade eigentlich.

Farbgebung und die Anzahl der neuen bzw. angepassten Symbole wurde auch angepasst. Z.B. die Ordner-Symbole der Lesezeichen. Unter XP sehen die etwas nach OSX10.5 aus aber das ist im Endeffekt Wurst. Hauptsache chic.

Es gibt neuerdings auch einen Ordner, indem sich die Seiten befinden, die man am meisten benutzt hat. Der löst im Prinzip eine Suche in der Chronik mit speziellen Parametern aus. So wie eine gespeicherte Suche unter Widnows Vista.

Die Adressleiste ist schon vor dem/der (ja so ist das mit englischen Begriffen in deutschen Sätzen) RC1 aufgewertet wurden, ich hab‘s nur nicht erwähnt ^^. Es funktioniert wie die Windows Suche oder Spotlight: man gibt einen Teil der Webseite an, die man besuchen möchte und FF beginnt sofort während der Eingabe alle Lesezeichen sowie die gesamte Chronik nach Übereinstimmungen zu durchsuchen. Diese Funktion wurde im /in der RC1 optisch etwas weiterentwickelt aber nur minimal.

Wichtig für mich ist, dass es im Downloadmanager jetzt den Knopf „Aufräumen“ unter dem Namen „Liste leeren“ wieder gibt. Ich bin nicht einer derjenigen, die da alle heruntergeladenen Dinge von mehreren Monaten drin behält um sie dann mit der neuen Suchfunktion durchsuchen zu können. Wozu auch?

Sicher wurde auch die Stabilität verbessert, was ich aber nach einem Tag der Nutzung noch nicht beurteilen kann. Übrigens sind alle von mir eingesetzten Erweiterungen kompatibel geblieben (ieTab, AdBlock plus, PDF Download) Nur „Grab and Drag“ nörgelt an der neuen Version. Das dürften aber die wenigsten Verwenden. (Benutze ich um Webseiten mit dem Stylus oder Finger „anfassen“ zu können um einfacher zu scrollen)Nach der Aktualisierung auf die Beta 5 ist z.B. AdBlock ausgefallen, was man sehr schnell merkt. Hat sich aber genauso wie „Grab and Drag“ damals auch über die Aktualisierungsfunktion innerhalb einer Woche oder so von selbst eingerenkt.

Die automatische Aktualisierung von der Beta 5 klappt perfekt. Wenn es bei euch nicht funktioniert, kann es daran liegen, dass ihr zwischendurch eine Nightly-Version installiert hattet o.ä.

Aktualisierung verfügbar

Doof ist, dass das WMP-Plugin und Silverlight nicht mehr funktionieren. Scheinbar hat MS da etwas zu FF2-speziefisches geschaffen. Das wird sicherlich erst mit der finalen Version behoben. Bis dahin muss auf entsprechenden Seiten halt ieTab werkeln. Java und Flash funktioniert hingegen tadellos. Da sieht man mal wer’s drauf hat und wer nicht ;)

Wer den/die/das RC1 haben möchte, kann seine ältere Version von FF meines Wissenstands nach nicht behalten sondern muss diese mit der Vorabversion ersetzen. Das ist aber eher weniger schlimm wie ich finde, da es schon ziemlich rund läuft. Entweder kommt RC1 per automatische Aktualisierung der früheren Vorabversion oder man kann ihn/sie/ es HIER in den verschiedensten Sprachen für die drei wichtigsten Betriebssysteme runterladen.

Viel Spaß beim ausprobieren.


Warum ich mit Windows Vista recht gut kann.

April 15, 2008

Alle nölen immer über das nahezu unbrauchbare Betriebssystem aus Amerika: Windows Vista. immer wenn ich entsetzte und verzweifelte Leute höre, die über Windows Vista-Eskapaden berichten, schmunzle ich leise in mir. Nein… ich kullere innerlich auf dem Rücken vor lauter bösartigem Lachen. Ja so bin ich in der Beziehung drauf.

Denn auf meinem Notebook läuft Windows Vista recht gut… Ich finde es in vielerlei Hinsicht praktischer als XP. (Das sollte nach 5 Jahren Entwicklungszeit ja auch das Mindeste sein.)
Ein Beispiel für diese Praktikabilität ist folgendes:

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An eine derartige Informationsflut, mit der ich persönlich sogar etwas anfangen kann, wäre unter Windows XP nicht zu denken.
Zwar kann ich das Problem nicht lösen, sondern nur hoffen, dass Nokia die nächste PC Suite in der Hinsicht etwas verbessert, aber ich fühl mich trotzdem irgendwie wohler… informierter… einfach besser.

Gleiches zeigt sich noch viel drastischer bei der Problembehandlung und Fehlerberichterstattung. Erstens: Fehlerberichte werde nicht mehr im eklig, krüppligen Internet Explorer angezeigt, sondern haben ihren Platz als Menüeintrag in der Systemsteuerung gefunden. Da wo das auch hingehört! Zweitens: Die Antworten auf meine Fehlerberichte haben einen Inhalt! WOW! (< keine bewusste Anlehnung an die schlechte Werbekampagne) Ich bekomme nicht mehr Meldungen wie „Der Fehler wurde durch irgendeinen Treiber verursacht“ sondern ich bekomme etwas mit Inhalt, welches wenigstens die Fehlerquelle erahnen lässt. Zwar sind die gebotenen Lösungswege meist unbrauchbar aber es gibt wenigstens welche.

Soviel dazu :P

MfG


Mozilla Firefox 3 – schon einsatzfähig?

April 7, 2008

Ich nutze jetzt seit knapp einer Woche die Beta 4 bzw. die fünfte Beta vom dritten Feuerfuchs auf XP-Desktop und Vista-Laptop. Und ich muss sagen: Alle Achtung! Denn das ganze läuft schon erstaunlich stabil für eine Beta-Version. ich werde jetzt zwar nicht verschweigen, dass man natürlich noch plötzliche Abstürze aus heiterem Himmel zu sehen bekommt, aber das in moderater Anzahl und durch die Sitzungswiederherstellung auch durchaus erträglich.

Positives:

  • gesenkter Speicherverbrauch:

Ich fand den Speicherverbrauch nach langen Internetsitzungen schon ziemlich abartig, obwohl es mich auf meinen Systemen mit Minimum 1 GB RAM nicht sonderlich stört, aber es ist auf alle Fälle weniger geworden. Wie viel genau, weiß ich nicht… ich bin nicht so der „Benchmark“-Typ, der gern Zahlen vergleicht. Hauptsache weniger.

  • überarbeitete Oberfläche

Find ich chic. Ja. Es ist Geschmackssache, aber es gibt ja noch die Möglichkeit das Standard-Thema zu ersetzen. Jedenfalls ist die Anpassung an Vista bzw. XP durch die verschiedenen Symbole sehr gut gelungen. Besser als das vorherige Einheitsgrau. Zudem ist die Oberfläche noch im Aufbau. Insofern gibt’s vllt noch ein paar hübsche Änderungen in Zukunft zu entdecken. Wobei die mir nicht wirklich notwendig sind. Vllt wird das neue Programmsymbol noch spannend.

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(Hab beider Bilder leider nicht nebeneinander bekommen :( )

  • kompletter Seitenzoom

Das ist die IE7-Funktion, die ich mir für den Firefox gewünscht habe. Und jetzt ist sie da. man kann jetzt nicht nur die Schrift in Stufen vergrößern sondern ALLES, auf der Seite befindliche. Nur ein praktischer Schieber wie bei Office 2007 und dem IE7 fehlt. Aber vllt regelt das in Zukunft eine Erweiterung.

  • Elemente per Drag und Drop kopieren

Das macht der Firefox jetzt auch wie unter OS machbar. D.h. man hält z.B. ein Bild auf einer Webseite geklickt und zieht es in irgendeinen Ordner oder auf den Desktop… kein Rechtsklick mehr. Das gleiche funktioniert auch mit markiertem Text. Klein aber fein.

Negatives:

  • Die neue Lesezeichenfunktion:

Die find ich nicht so gelungen, da diese willkürlich bei einem Klick auf den Menüeintrag „Lesezeichen“ in der Menüleiste das Lesezeichen hinzufügen-Feld aufruft oder manchmal schlimmer: einfach mal ein Lesezeichen der aktuellen Seite in die Liste aufnimmt. Wie ich das nach meinem Gusto (<– Ha! Was für ein ekliges Wort!) regeln kann, hat sich mir noch nicht ganz erschlossen.

Blöd ist auch, dass der Lesezeichenmanager nicht „Lesezeichenmanager“ heißt sondern „Bibliothek“ und nicht über einen dieser beiden Begriffe gefunden werden kann, sondern unter „Lesezeichen verwalten“. Ich hab jedenfalls ein paar mal drüber hinweg gesehen.

  • Schlüsselloch Navigation

Bei dieser ist eigentlich nur schade, dass sie nur verfügbar ist, wenn man in der Symbolleiste die Beschriftung ausschaltet. Naja… was soll‘s ich werd mich schon umgewöhnen.

Wichtig zu wissen ist, dass die nächste Vorabversion aus dem Beta-Stadium herausgewachsen sein wird und als Veröffentlichungskandidat erscheint. D.h., dass keine Funktionen (jedenfalls keine aufwendigen) mehr hinzugefügt werden, sondern nur noch optimiert und stabilisiert wird. Endspurt sozusagen.

Fertig soll der ganze Spaß Ende Juni werden. Der Fertigstellungszeitraum (Q2 08) wird also komplett ausgenutzt.

Wer übrigens auf Adblock plus nicht verzichten kann, sollte von den Entwicklungsversionen absehen, da diese (und viele andere Erweiterungen auch) noch nicht so schnell angepasst wird, wie neue Versionen veröffentlicht werden. Jedoch kommt über die automatische Aktualisierungsfunktion auch die ein oder andere Erweiterung aktualisiert auf den Rechner.

Bis dahin. Nutzt Firefox! (Auch Version 2 ist schon toll!)

PS: Jetzt hätte ich fast die Links vergessen. ^^ Die aktuelle Vorabversion für alle bedeutenden Betriebssysteme gibt es HIER.


Einfache Verschlüsselung

März 15, 2008

Ich wollte eigentlich nur einen Ordner mit einem Passwort vor fremden Zugriffen schützen, damit man nicht eben mal bestimmte Dateien angucken kann, obwohl man das nicht sollte. Da man aber unter Windows nicht so etwas einfaches wie „Rechtsklick –> Ordner mit Passwort schützen“ hat, muss man sich was aus dem Netz suchen. Vista Home Premium hat auch kein EFS. Nunja… also hab ich gesucht und… tada… gefunden. TrueCrypt nennt sich die Lösung. Nur das mir das nicht nur den Ordner mit einem Passwort schützt. Nein, es verschlüsselt die ganze Sache auch noch. Und das sogar sehr aufwändig. Aber es ist einfach.

Truecrypt kann eine Art Image-Datei erzeugen, welche komplett verschlüsselt ist. Diese Image-Datei kann man mit TrueCryp (und dem dazugehörigen Passwort selbstverständlich) als virtuelles Laufwerk einbinden. D.h. man bindet die Datei ein, packt alles in das virtuelle Laufwerk, was man schützen will, und hängt es wieder aus. voilà

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Dass kann man auch mit ganzen Festplatten und Partitionen machen. Nur müssen die halt frisch formatiert werden. Das kann TrueCrypt mit verschiedensten Dateisystemen machen. (unter Windows natürlich nur NTFS und FAT)

Dazu kommt, dass TrueCrypt nicht nur unter Windows, sondern auch unter Linux und auch OSX läuft. Also ist alles wichtige abgedeckt.

Also. Wollt ihr eure Porno… äh wichtigen Geschäftskontakte vor eurer Frau, euren Eltern oder Spionen der Konkurenz *hüstel* schützen, nehmt TrueCrypt! Es ist OSS, einfach und kostenlos. Die Sicherheit kann ich nicht einschätzen, da ich für sowas zu dumm bin aber er macht einen hochprofessionellen Eindruck ^^.

Bis dahin. *wink*

>> TrueCrypt-Seite mit Link zum runterladen


XPs Zukunft. Vistas Akzeptanz. (und mein Lieblingsblog)

März 10, 2008

Ich bin auf einen sehr interessanten Artikel, auf einem Blog gestoßen, bei dem ich eigentlich regelmäßig mal vorbeischaue. Und er hat mich nicht nur interessiert sondern auch überrascht. Er hat mein Weltbild geändert. Ja genau. Der Verfasser des Blogs zeichnet sich nämlich normaler Weise durch einen ausgeprägten Windows- bzw. Microsoft-Hass aus. Dieser Mensch ist seit mehreren Jahren teil meiner Internetbeschäftigung. D.h. ich bin irgendwann im Jahre 2006 auf ein Video bei youtube.com gestoßen, welches einen Jungen zeigt, welcher auf irgendeine hysterisch Art und Weise eine Beta-Version von Windows Vista installiert und (sinngemäß) etwas wie „Ich will Aero Glass!“ schreit. Wie dem auch sei… im Info-Feld dieses Videos war auch der Link zu seiner Webseite, welche sich unwissend und etwas kindlich-naiv mit Betriebssystemen beschäftigte. Jedenfalls lese ich seit dem auch seinen Blog, um mich über das fanatische Sendebewustsein, welches dieser junge Blogger im Bezug auf Linux und offene Software vertritt, zu amüsieren. Heute scheint er einen wichtigen Schritt in Richtung Sachlichkeit und Tolleranz gemacht zu haben.

Lange rede kurzer Sinn, ich habe auf seinen letzten Beitrag geantwortet, und da diese Antwort vergleichsweise umfangreich ausgefallen ist, veröffentliche ich diese auch hier. Und hier ist er *trommelwirbel* Mein Senf:

—–

Ich hab mir vor drei Wochen ein HP Notebook mit Vista gekauft. Ich denke, hätte ich mir einen PC zusammengebaut, wie es ursprünglich geplant war, hätte ich mir letztendlich auch eine Vista SB-Lizenz gekauft. Ich habe Vista seit der Beta 1, kurz nachdem der Codename abgeschafft wurde (Ende 2005), in Benutzung (jedenfalls parallel zu XP und Linux) Meiner Meinung nach halten einerseits viele Leute an XP fest, weil Sie die Leistungsunterschiede sehen, die ja schließlich Fakt sind, wenn es um etwas aufwendigere Anwendungen geht, welche vllt. noch nicht die Vista-spezifischen Funktionen nutzen, um die Nutzbarkeit zu erhöhen.

Ich denke eine Ursache für die nicht vorhandene Vista-Akzeptanz ist die, dass die Privatleute, die vor eine Vista-Entscheidung stehen, erst einmal Rat bei Menschen aus dem professionellen Bereich einholen. (was ja nicht verkehrt ist) Nur habe ich häufig das Gefühl, dass diese Leute eine Meinung vertreten, die weniger in Anwendungsszenarien von Privatleuten passen. Soll heißen: Leute im Geschäftsbereich verwenden meist speziell angefertigte Software, welche nun einmal schlicht und ergreifend tiefer in das System (hier: Windows XP) verwurzelt ist, und somit eher mit Kompatibilitätsproblemen zu kämpfen hat. Dass diese Leute sich auch sagen, dass man mit XP noch bis 2014 (!) von MS unterstützt wird und es einfach wesentlich älter und somit ausfallsicherer („reifer“) ist, ist auch logisch. Nur vergessen diese, dass all das für Privatanwender vollkommen unwichtig ist.

Problematisch ist möglicherweise auch, dass XP 7 Jahre lang Zeit hatte sich in die Gesellschaft einzufressen. Die extremen Fehler, die bei der Vista-Entwicklung gemacht wurden spiegeln sich schließlich auch in einer anormalen Entwicklungszeit wieder. Die Leute, die sich an ihr schönes XP gewöhnt haben, vergessen, dass ein Veröffentlichungszyklus von ca. 3 Jahren normal ist. Die 7 Jahre bis Vista sind ein Ausrutscher gewesen, welcher fatal für die Akzeptanz weiterführender Versionen ist. Meiner Meinung nach hätte man bei Microsoft aus dem SP2 für XP ein extra Betriebssystem machen sollen. Einigen MS-Entwicklern zu folge, hätten die massiven Änderungen am System ausgereicht, um diesen Schritt zu rechtfertigen. Natürlich: niemand bedank sich bei MS dafür, dass der Kraftakt „XP SP2“ kostenlos zur Verfügung gestellt wird, aber hätte man Geld für eine Art Windows XP Second Edition genommen, wäre der Aufschrei laut gewesen: „Die geldgierigen Schweine aus Redmond!“

Ich bin genau wie du der Meinung, dass man versuchen sollte, Windows Vista und somit die nötigen technologischen Neuerungen mit aller Gewalt in den Markt zu pressen, um die alte XP-Kruste, aus der IT-Welt zu spülen. Die Leute, die unbedingt noch XP benötigen, sei es aus Kompatibilitätsgründen oder aus dem Grund, dass man die Firmeninfrastruktur mit neuen Rechnern nicht heterogen werden lassen will, sollten sich über ihre Downgraderechte, welche Sie mit jeder Lizenz von Vista Business, Enterprise und Ultimate eingeräumt bekommen. Informieren. Ms erlaubt ausdrücklich, dass man mit dem Erwerb der genannten Lizenzen auch zur Nutzung von XP professional oder Tablet PC Edition berechtigt ist, so lang man die Vista-installationsrechte nicht nutzt. Somit versteh ich auch alberne Petitionen, gegen die Einstellung des Vertriebs von neuen XP-Lizenzen und „Retail“-Päckchen nicht.

Ich finde, das MS mit Vista einiges umgekrempelt hat. Nur die Oberfläche ist es nicht. Da muss ich dir wiedersprechen. Ja, es gibt neue, meiner Meinung nach sehr gut gelungene, Design-Richtlinien und ja, die Oberfläche wird jetzt (meistens) von der Graka berechnet, aber neu ist das ganze Bedienkonzept nicht wirklich. Wenn ich mir überlege, was man mit der Taskleiste alle machen könnte. Es gab in frühen Longhorn-Versionen ja den Ansatz, die Taskleiste mit der Sidebar zu verschmelzen, aber von der ursprünglichen Sidebar ist nix über geblieben :(  ich sehe da noch große Spielräume, wobei ich nicht meine, dass man gelungene Dinge wie den Infobereich oder das nahezu perfekte Fenstermanagement abschaffen oder ändern sollte.

Ich für meine Verhältnisse will schon allein wegen der vorzüglich funktionierende und integrierten Suchfunktion sowie der Tablet-PC-Funktionen, welche mir KEIN anderes Betriebssystem auf dieser Welt bieten kann, nicht mehr auf Windows Vista verzichten.

Letztendlich wird sich Vista nicht langsamer und nicht schneller ausbreiten, als es bei allen Vorgängerversionen der Fall war. Obwohl letzteres nach 7 Jahren XP dringend notwendig wäre.

MfG

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Ende der Durchsage *g*

Übrigens: Entschuldigung, dass die ganze Sache hier etwas eingestaubt ist. (Wenn ich denn überhaupt so etwas wie Leser habe ^^) Ich versuch in Zukunft etwas mehr Spaß an der Sache zu entwickeln. Bestimmt!


Praktisches Web 2.0: last.fm

Juli 30, 2007

Ich bin des öfteren über www.lastfm.de gestolpert um mich über Band zu informieren. Fand ich ganz praktisch aber dabei blieb es. Jetzt hat es mich doch gerappelt mich anzumelden. Doch erst nachdem ich das getan hatte, hab ich den größten Vorteil dieses Angebotes entdeckt: Den last.fm-Player.

Der kann einerseits mitlauschen, was ich so anhöre und somit mir andere Bands empfehlen, die mir gefallen könnten und andererseits kann ich aber auch einen Künstler oder eine Musikrichtung eingeben, die ich mag und die Software hohlt sich dann dazu passende Musik aus dem Internet.

PRAKTISCH!

Aber dabei bleibt es nicht. Ich kann die Künstler aber auch die Lieder markeiren und somit sortieren und wiederfinden. Ja ich weis, dass kann jeder Media Player. Aber die Media Player-Prothese von last.fm weitet diese Daten aufs Internet aus. Somit hab ich bei last.fm mein eigenen Musik-Profil.

Perfekt. Kann ich nur empfehlen. Man kann auch aus seinen Statistiken Bilder und etwas interaktivere „Widgets“ bauen und die z.B. so auf Webseiten einbauen:

Meine Lieblingsbands

das wird glaube auch ständig aktualisiert.

So weit so gut. Guckt es euch doch mal an. ;)

MfG


Buhuuu! Windows Vista!

Juli 21, 2007

So. Jetzt bin ich fertig, mit dem schon erwähnten PC. Und ich habe Windows Vista drauf installiert. Ja Wahnsinn was? Das, was doch eigentlich gar nicht funktionieren darf… wenn man denn dem Internet glaubt. Aber es hat funktioniert. Besser als XP. Natürlich muss ich sagen, dass es ein neuer PC ist. Mit „Certified for Windows Vista“-Logos an jeder Schraube und 2GB Arbeitsspeicher (128MB davon bekommt der IGP).

Wie dem auch sei: Ich habe mit vLite den Windows Defender rausoperiert und die Benutzerkontenkontrolle schon vor der Installation deaktiviert und alles läuft wie am Schnürchen. Treiber brauch ich nur von Realtek und ATi ähhh AMD ^^. Letztere sind schon aus den Kinderschuhen raus denk ich. Ich hab jedenfalls keine Probleme von seiten der Treiber mitbekommen. Die restlichen Treiber bringt Windows mit oder bekomme ich über Windows Update (wie z.B. die für den AMD Live!/Intel Viiv Away Mode) –> Keine unbekannten Geräte.

Die Installation läuft schneller als bei XP, die Oberfläche ist hübsch anzusehen (hab mich doch für Home Premium entschieden, für weniger als 20€ Aufpreis bekommt man genügend Mehrwert) und die Bedienung ist durch mehr Informationen angenehmer. Z.B. bekommt man von der neuen Fehlerberichterstattung wirklich Lösungen und nicht „Das Problem wurde von irgendeinem Treiber verursacht“-Lösungen. Microsoft Update läuft endlich nicht mehr über den IE (Ich hasse die Oberfläche vom IE 7) sondern ist ein Unterpunkt in der Systemsteuerung –> Noch ein Pluspunkt. Auch werden viel detailliertere Einstellungen geboten. Besonders dann, wenn es ums Energie sparen geht. Stabil ist auch alles. Ist ja auch selbstverständlich wie ich meine. Viele Sachen haben sich so verändert, dass es im Endeffekt besser zu bedienen ist. Trotzdem muss man alles erstmal finden, da sich auch die Orte der Menüs geändert haben. Wo wir bei der Suchfunktion wären: Die ist überall (auch in der Systemsteuerung), sehr schnell und wenn man will, sehr genau einstellbar.

Aber wer meint, er müsse sein XP eben mal gegen Windows Vista austauschen, weil es ja so toll und neu ist, ist selbst schuld. Denn von der Installation auf einem laufenden XP System, für das es keine offizielle Treiber-Unterstützung vom Hersteller mehr gibt, ist eindeutig abzuraten. Soooo toll ist Vista nun auch wieder nicht. Es ist Evolution. Auch wenn sich unter der Haube viel geändert hat (Netzwerk, Audio, Grafik) lohnt es nicht, eine vorhandene XP-Lizenz verstauben zu lassen.

Bis dahin: schönen Tag/Abend/Mittag noch

PS: 2GB RAM sind (besonders bei schwachen integrierten Grafikkarten) unter Vista Pflicht!


Ich mag neue PCs. Besonders wenn ich sie baue.

Juni 25, 2007

Nachdem ich meinen Vater vor gut einem Jahr mit einem netten Arbeits-PC versorgt habe (Sempron 64 2800+, GeForce 6100 IGP, 512MB DDR 400 zusammen mit einer 120GB Festplatte) und dieser immer noch perfekt läuft habe ich auch meinen Bruder vor einem Monat mit einer Spielmaschine beglückt (5000+ Athlon X2 65nm, GeForce 8800 GTS 320, 2 GB DDR2 800 und 320GB HDD) Das einzige, was mir nicht gelungen ist, war das aktivieren von NCQ… sonst läuft alles zu seiner Zufriedenheit.

Also hab ich einen weiteren „Auftrag“ bekommen: Ich plane gerade einen Arbeits PC mit kleinem Athlon X2 3600+ Prozessor auch die energiesparende 65nm Version und einem Motherboard mit neuem AMD 690G Chipsatz und somit mit guter ATi Radeon X1250 IGP: perfekt für einen leistungsfähigen aber günstigen Internet-PC wie ich finde. Da die RAM-Preise gerade recht günstig sind, Vista sich über jedes MB RAM freut und die integrierte Grafik auch nix Eigenes hat, plane ich 2 GB DDR2 800 RAM ein. Sehr zukunftssicher für einen Arbeits-PC denke ich. 160GB sind zwar schon etwas zu viel des guten, aber Samsung hat in der aktuellen T166 Serie, die ja sehr leise ist, nix kleineres. Die Platte soll ja auch schnell und somit nicht 3 Jahre alt sein.

Ich werde Windows Vista Home Basic installieren (Die 70€ SB Variante natürlich!) und dann hier mal über meine Erfahrung berichten… Mal sehen. Es wird ja immerhin ein kompletter „Vista Premium“ zertifizierter PC mit allen Treibern, die man braucht. Ich hoffe, dass es recht hürdenfrei funktionieren wird. Aber wir werden sehen. Bei dem was man so alles hört… Ich werde auch mal versuchen den DWM zu aktivieren, auch wenn der standardmäßig in der Home Basic Variante deaktiviert ist… Aber dazu später mehr.

MfG


Supreme Commander: nur für Wahnsinnige?

Mai 24, 2007

Ich habe seit gestern das Spiel Supreme Commander in Gebraucht und es ist nicht zu glauben. (Zur Erläuterung: es handelt sich um ein Science Fiction Echtzeitstrategiespiel) Vllt ahnt man es schon an den Hardware Voraussetzungen: unter einer Radeon X800 oder GeForce 6800 geht eigentlich nix. Das Spiel ist zudem extrem CPU-Lastig und verlangt regelrecht nach Mehrkern-Prozessoren. Kurzum: es ist gigantisch. Karten mit Abmessungen von bis zu 80×80 Km, eine stufenlose Zoomfunktion und ein Einheitenlimit von max. 1000 versprechen hardwarestressende Riesen-Schlachten. Und ich komme mit meinem System, was eigentlich nach 3 Jahren immer noch zum guten Durchschnitt zählt, auch nicht wirklich weit. Mir geht es jedenfalls so, dass ich von diesem Spiel stark beansprucht werde. Eigentlich bräuchte ich zwei autonome Gehirne (wie der PC :D ) um die Informationen, mit denen mich das Spiel vollpumpt realisieren zu können. Die KI, die einen großen Teil der Prozessorlast benötigt und in unterschiedlichsten Versionen vorhanden ist, kann einen durchaus mehrere Stunden beschäftigen. Ohne die vielen Hilfsmittel, wie die Zoomfunktion, die so weit reicht, bis man die gesamte, riesige Karte sehen kann, könnte man das Spiel bzw. die eigene Riesenarmee nicht handhaben. Praktisch ist auch, dass man Einheiten eine Kette von Befehlen schon im Voraus zuteilen kann, und diese dann der Reihe nach abgehandelt werden. Nun ja… wenn man beachtet, dass die erste Partie die ich gespielt habe 6 Stunden gedauert hat und es am Ende *huch* schon halb 1 war, merkt man, dass es einen sehr intensiv beschäftigt. Ich war am Ende an meinen Stuhl gewachsen (was wohl eher am schwülen Klima lag ^^ *schauder*). Interessant ist, dass JEDER abgefeuerte Schuss anhand einer Physikberchnung gelenkt wird, was auch am Prozessor saugt. Ja, es läppert sich also. Und die Grafikkarte will ja auch noch mit Daten versorgt werden. Einerseits steht in der readme.txt, dass auch vier Prozessorkerne genutzt werden aber andererseits wird in Foren behauptet, dass bei eventuellen 4 nur 2 genutzt werden. Für vier Kerne gibt es auf alle Fälle genug zu tun. Ich denke , dass es sich um ein sehr zukunftsweisendes Spiel handelt. Und das nicht nur technisch gesehen. Ich hoffe z.B., dass viele Funktionen (wie das geniale Zoomen) in Zukunft auch in anderen Echtzeitstrategiespielen auftaucht. Viele setzen ja in letzter Zeit auf Größe wie z.B. B&W2 oder Die Gilde 2 (wenn auch etwas anders), aber am besten kontrollierbar ist sie bis jetzt in SupCom, wie ich finde. Erwähnenswert ist auch die Hintergrundgeschichte, aus der keine einzige richtig böse Partei hervorgeht. Die einen wollen die alte Ordnung im All wiederherstellen, die anderen wollen sich aus der Unterdrückung befreien und die dritten im Bunde glauben das es mit den anderen Beiden im All nie friedlich werden kann. Alle predigen Frieden, bauen trotzdem aber riesige Monster-Armeen- und Waffen. Beste Grundlage also für astronomische Schlachten ^^ .

offizieller Internetauftritt

PS: Ach so… hab vergessen zu erwähnen, dass SupCom das erste Quad-Core-Spiel sowie das erste Spiel mit Unterstützung für zwei Monitore ist.  Letzteres ist dafür gedacht die startegische Übersicht sowie die Detailansicht gleichzeitig begutachten zu können. Ich hab es ausprobiert und muss sagen, dass es keine sooo großen Vorteil bietet, da man sowieso sehr schnell in die startegische Übersicht rauszoomt.